Forschungs- und Entwicklungsprojekt: “Collective Intelligence” – in Zusammenarbeit mit der comSysto GmbH

7 Juli, 2009

FuE Projekt - Collective Intelligence

FuE Projekt - Collective Intelligence

Vorwort zum Projekt
Der bereits vollzogene Wandel des Internets, der unter dem Begriff “Social Web” oder “Web 2.0” bekannt ist, prägt unsere Gesellschaft nachhaltig und übt eine große Auswirkung auf die Art wie wir lernen und wie wir uns informieren.  Das “Lese/Schreibe – Prinzip” des Web 2.0 veränderte das weltweite Netz zu einer dezentralen Wissensquelle, in der jedes Individuum seine Erfahrung und sein Wissen der breiten Masse zur Verfügung stellt.
Unter “Collective Intelligence” (nachfolgend “CI”) versteht man eine extrahierbare und nutzbare Form der Intelligenz, die durch Zusammenarbeit, Wettbewerb und Interaktion vieler Individuen entsteht. Die CI-Methoden und Verfahren ermöglichen es die zur Verfügung gestellten Informationen auszuwerten, daraus Werte zu schaffen und das neu gewonnene Wissen in die bestehenden Abläufe zu integrieren. Viele Webanwendungen und Internetplattformen der Unternehmen lassen sich durch Web 2.0 und CI-Funktionen erweitern, wodurch man die Erfahrung und das Wissen der Kunden bzw. Benutzer in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse einbinden kann. Der CI-Ansatz stärkt die Kundenbeziehung / Kundenloyalität und eröffnet durch bessere Kundenkenntnis neue Wege des Kundendialogs, bei dem die Webanwendungen jedem Benutzer personalisierte und auf ihn angepasste Inhalte in Echtzeit bereitstellen.

Der ganzheitliche Ansatz
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt “Collective Intelligence” stützt sich auf die Beratungserfahrung der comSysto GmbH, die in Kundenprojekten (meistens Großunternehmen und Konzerne) gesammelt werden konnte und fügt sich als Erweiterung der bereits eigens entwickelten Social Networking Software in unser Leistungssprektrum ein. Als einer der Vorreiter im deutschsprachigen Markt haben wir uns vorgenommen ein Kompetenzteam aufzubauen und modulare und flexibel einsetzbare CI-Softwaremodule zu entwickeln, mit denen sich beliebige e-Commerce und Web 2.0 bzw. Community Plattformen erweitern lassen. Dabei wird der ganzheitliche Ansatz verfolgt, ausgehend von einer ausführlichen Bestandsanalyse (Technologie, Datenstamm, Performance-Daten), über Implementierung der zu entwickelnden CI-Funktionen bis hin zur Entwicklung neuer kunden- oder branchenspezfischer CI-Module.


Certified Scrum Product Owner (CSPO) – Schulungsbericht vom 29.-30.06.09

6 Juli, 2009
Scrum Training: Certified Scrum Product Owner

Scrum Training: Certified Scrum Product Owner

Kursart: Certified Scrum Product Owner
Datum: 29.-30.06.2009
Ort: Unterföhring bei München
Trainer: Christoph Mathis, Simon Roberts
Teilnehmerzahl: 9

Fazit: sehr empfehlenswert
Vorteile:
- erfahrene und sehr nette Trainer
- reger Erfahrungsaustausch mit Trainern und Teilnehmern
- zertifizierung als CSPO

Erster Tag:
Die Schulung ist sehr gut vorbereitet und gut aufgebaut. Im Gegensatz zu vielen Vorträgen, denen ich beigewohnt habe geht es sehr schnell zur Sache und man fängt nicht vom Abakus und Lochkarten, wie so oft…

Die Schulung setzt voraus dass man bereits mit Scrum-Prinzipien vertraut ist und dass  man bereits Erfahrungen mit Scrum gemacht hat. Am ersten Tag geht es um die Agile Foundations und die Rollenverteilung in Scrum mit Betonung auf die Rolle des Product Owners. Gut überlegte Übungen veranschaulichen die Probleme der Teamarbeit, Grenzen der bestimmten Methoden und Prozesse und verweisen darauf wie man durch Kommunikation und Erfahrung die Ergebnisse verbessern kann.

In einer der Übungen geht es darum sich eine Product Vision auszudenken und dafür den Elevator-Test zu erarbeiten. Die Übungen, bei denen eine Product Vision im Elevator-Test zusammengefasst werden soll sind immer wieder sinnvoll. (Insbesondere dann wenn man mit dem Gedanken spielt sich mit einer Geschäftsidee selbstständig zu machen, bei der man sich auf die Suche nach Geldgebern machen muss!)

Die Teilnehmer sind in Gruppen aufgeteilt (ca. 4-5 pro Tischinsel) und bearbeiten die Aufgaben im Team.

Ebenso geht es am ersten Tag um das Product Backlog und darum wie man ein Projekt mit dem Product Backlog steuert. Hier die Themenliste:

- Agile Foundations
- Scrum Flow
- The Team
- Being a Product Owner
- The ScrumMaster
- The Product Vision
- The Product Backlog
- Stocking, Prioritizing and Grooming the Product Backlog
- Agile Estimating

Zweiter Tag:
Am zweiten Tag geht es konkret um die Vorgehensweise bei Scrum. Die Product Vision vom Vortag wird dazu genutzt die ersten Epics zu extrahieren und daraus die ersten User Stories zu schreiben. Der Tag ist mit Themen vollgepackt, wodurch es ein wenig hektisch wird. Durch die Diskussionen und Fragen (meistens gute Fragen aus der Praxis) verzögert sich die Bearbeitung der Themen zusätzlich.

Witzig dabei ist dass die Trainer für die zwei Schulungstage eine Burndown Chart führen, mit der man den Ablauf der Schulung mitsteuert und kontrolliert. X-Achse ist in acht Vierteltage aufgeteilt, während die Y-Achse die Anzahl der PP-Folien, die präsentiert werden veranschaulicht. Hier die Themen vom zweiten Tag:

- User Stories
- Multiple Customers, Multiple Projects and Products
- Release Planning
- Managing Return on Investment
- The Sprint
- The Sprint Backlog
- Sprint Planning
- Controlling and Reporting
- The Daily Scrum
- Sprint Review
- Scaling Scrum
- Agile Retrospectives

Grundsätzlich kann man die Schulung weiterempfehlen. Allerdings wäre eine Art Eignungstest sinnvoll, der die Teilnehmer in Anfänger und Fortgeschrittene aufteilt.  Dadurch könnte man zwei Kursstufen anbieten, bei denen jeder auf seine Kosten kommt. Ich fand es schade nicht genug Zeit gehabt zu haben mehr über die Probleme aus der Praxis einzugehen. Mehr War Stories wären sehr sinnvoll, denn dadurch würde man vom reichen Erfahrungsschatz der Trainer noch mehr profitieren.


Umgang mit Störfaktoren/Kritikern einer Web 2.0 Plattform

5 Juli, 2009

Das Thema “Umgang mit Kritikern eigener Web 2.0 Plattformen” beschäftigt uns seit dem Start unserer Ersten Web 2.0 Plattform im Jahr 2006. Wenn man eine Social Networking Plattform betreibt sollte man sich auf ein Paar Grundregeln einigen wie man mit den (berechtigten und unberechtigten ) Kritikern umgeht, die sich in den Foren oder in den Chatrooms öffentlich über die Plattform beschweren.

Dazu haben ein kleines Regelwerk aufgestellt, das auf einem Mix aus eigenen Erfahrungen und aus Internetrecherchen basiert. Grundsätzlich gilt: man sollte die Kritiker in Gruppen aufteilen und für jede Gruppe ein Paar Erkennungsmerkmale definieren. Zusätzlich dazu sollte man sich überlegen ob man nicht eine Art „Customer Self Management Module“ entwickelt, das die Botschafter und die User Ihres Vertrauens dazu befähigt auf die Kritik einzugehen und zu reagieren.

Mithilfe unserer Self Management Moduls ist es uns gelungen den Betreuungsaufwand unserer Web 2.0 Plattform www.DobraVeza.com auf ein Minimum zu reduzieren. Das Regelwerk:

Gruppe 1. Berechtige Kritiker:
Motiv:
Haben probleme mit der Benutzung der Website
Erkennungsmerkmal: Verweisen auf ein existierendes Problem (manchmal im harschen Ton) sind aber für offen für Lösungen.
Aktion: Öffentlich auf das Problem eingehen. Falls nicht lösbar (z.B. aufgrund von AGB oder aus technischen Gründen) den Grund darlegen

Gruppe 2. Wettbewerber
Motiv: Möchten auf konkurrierende Websites oder Produkte verweisen
Erkennungsmerkmal: Wiederholtes Posting fremder Links oder Botschaften (oft ohne Zusammenhang mit dem umgebenden Inhalt)
Aktion: Respektvoll und öffentlich auf das eigene Konzept und eigene Claims verweisen

Gruppe 3. Engagierte Kritiker
Motiv:
Sind der Meinung alles besser machen zu können
Erkennungsmerkmal: Machen Vorschläge, nicht nur Beschwerden und gehen auf Kritiken anderer User ein.
Aktion: Ein Forumthema mit „Ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge“ eröffnen und öffentlich gute Ideen hervorheben

Gruppe 4. Unruhestifter:
Motiv:
Möchten streiten
Erkennungsmerkmal: Finden immer wieder neue Zielpersonen, selbst wenn Probleme ausgeräumt wurden
Aktion: Öffentlich abmahnen. Wir machen es mit gelben und roten Karten aus unserem Self Management Modul. Temporär den Zugang zur Plattform verwehren.

Gruppe 5. Randalierer:
Motiv: Gegner der Plattform
Erkennungsmerkmal: Streiten mit Anderen, beschweren sich immer wieder öffentlich, auch dann wenn Gründe nicht offensichtlich sind.
Aktion: Einmal per „Private Message“ abmahnen. Bei Wiederholung dauerhaft den Zugang sperren.


dasPortfolio.com Flash Trailer

3 Juli, 2009

Für unsere Web 2.0 Plattform dasPortfolio.com habe ich einen Flash Trailer erstellt. Anbei einige Screenshots. Mehr Info unter: http://www.dasPortfolio.com

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